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Sebastianskapelle

 

 

 

Die Kapelle befindet sich an der Straße von Neukirch nach Zepfenhan auf der rechten Seite am Ortsende.
Die im Bild zu sehenden Bäume - es sind Robinen - mussten Anfang 2003 gefällt werden. Die Bäume waren nicht mehr standfest.
Die Geschichte der Kapelle reicht bis in das Jahr 1682 zurück.
Die Sebastiankapelle ist an allen Sonntagen von Frühjahr bis Herbst geöffnet. Die Himmelfahrtsprozession führt alle zwei Jahre zur Sebastiankapelle und zu einem Feldkreuz.

 

Der Heilige Sebastian

Die Figur befindet sich hinter einem Eisengitter auf einer gemauerten Mensa mit einer einfachen Konsole. Ein gemalter Zierstrich umgibt die Figur.
Der Gedenktag des hl. Sebastian ist der 20. Januar.

Der Heilige wird fast immer mit Pfeilen dargestellt, die seine Brust durchbohren.
Sebastian ist u.a. der Patron Brunnen, der Sterbenden, der Schützengilden, der Soldaten, der Kriegsinvaliden, der Büchsenmacher, der Eisengießer, der Steinmetze, der Gärtner, der Gerber, der Töpfer.
Er wird angerufen gegen Pest und Seuchen.
Sebastian wurde in Mailand geboren, er starb als Märtyrer um 288 in Rom.
Der Name Sebastian bedeutet „der Verehrung Würdige".


Sebastian stammt nach der Überlieferung des Ambrosius aus Mailand. Er war als Soldat Hauptmann der Prätorianergarde am kaiserlichen Hof Diokletians, der dort aber ungeachtet des Verbotes seinen christlichen Glauben weiter bekannte und viele zum Christentum bekehrte. Seine Stellung erlaubte ihm, seinen christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen Roms beizustehen, ihnen Mut zuzusprechen und immer weitere Römer zu bekehren.
Der Legende nach ließ der römische Kaiser Diokletian, als er von Sebastians Glauben erfuhr, ihn an einen Baum binden und von numidischen Bogenschützen erschießen. Er wurde jedoch von den Pfeilen nicht getötet. Die Witwe des Märtyrers Castulus namens Irene nahm sich seiner an und pflegte seine Wunden. Als er sich wieder erholt hatte, trat er dem erstaunten Kaiser öffentlich entgegen, um ihm die Sinnlosigkeit seiner Verfolgungen vorzuhalten. Diokletian ließ ihn daraufhin im Circus von Rom zu Tode peitschen und die Leiche in die „cloaca maxima", die große Kloake, werfen. Sebastian erschien dann der Christin Lucina im Traum und wies ihr den Ort; sie nahm den Leichnam zu sich und bestattete ihn an der Apostelkirche an der Via Appia, unter der heutigen Kirche „San Sebastiano ad Catacumbas".
Diese gehörte zu den sieben frühchristlichen Pilgerkirchen Roms. Sebastians Verehrung in Rom ist schon im 4. Jahrhundert nachgewiesen. Eine Pestepidemie in Rom im Jahr 680 sei erloschen, nachdem man seine Reliquien durch die Straßen trug; „Sebastinanspfeile" trug man früher als Schutz gegen die Pest. Das erste Martyrium des heiligen Sebastian wurde zum beliebten Thema in der Kunst der Renaissance, der unbekleidet am Baum stehende Märtyrer beliebtes Thema der Aktmalerei. Seine Reliquien sollen in Hagenau im Elsaß sein.

 

Geschichte der Sebastianskapelle

 

Eine Sage

Im Sagenkränzlein von E. Rebholz aus dem Jahre 1924 sind Sagen aus dem Süddeutschen Raum abgedruckt.

Unter dem Titel „Bestrafter Übermut" wurde eine in „Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch mit einem Anhang: Lieder, Sagen, Sitten, Kinderspiele" von Dr. Anton Birlinger, München 1864, übernommen.
Darin wird beschrieben, ein frommer Mann namens Sebastian habe die Kapelle gestiftet. Außerdem wird von einer merkwürdigen Begebenheit in Zusammenhang mit der Figur des hl. Sebastian berichtet.

 

Die Ursprünge

Dem Verfasser ist bisher nur weniges zur Geschichte der Kapelle bekannt. Das Jahr der Erbauung 1682 ist in einem Stein zu lesen und so ist es auch in der Oberamtsbeschreibung aus dem Jahr 1875 festgehalten.

 

Bau und Erhalt der Kapelle

Im Jahre 1987 ging die Kapelle mit der zugehörigen Grundstücksparzelle in das Eigentum der Kirchengemeinde über. Bis dahin war die Familie Hans Maier Eigentümer.
Die Kirchengemeinde hat die Kapelle im Jahr 1990 grundlegend saniert und renoviert.
Dabei standen Arbeiten am Dach, am Außen-und Innenputz und am Fußboden an. Die Tür wurde erneuert und ein Schutzgitter angebracht. Die Außenanlagen wurden gerichtet und das Wegkreuz restauriert. Die stark wurmstichige Figur des hl. Sebastian wurde behandelt und neu gefasst. Der bisher zur Aufstellung der Figur verwendete Nischenschrein wurde durch ein Podest und einen aufgemalten Zierstrich ersetzt.